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    Hundeschlittenfahrt in Finnland – ein Reisetagebuch

    Tag 1
    Es herrschte ein milder Herbst in Tirol – fast zu mild. Und gerade dieses Jahr hatten wir für Ende November eine Reise nach Lappland/Finnland gebucht – ganz stilecht mit Hundeschlittenfahrten. Gespannt steigen wir in München bei plus 12 Grad in den Flieger und bei minus 15 Grad in Kittilä aus. Hurra – Winter, alles ist weiß! Die Aäkeskero Lodge liegt sehr idyllisch an einem See. Unsere Unterkunft ist ein kleines Mökki (finnisches Blockhaus) – selbst für Tiroler ein echtes Wintermärchen.

    Tag 2
    Früh am Morgen geht es los ins Hundeschlittenzentrum. Ich, als nicht Hundebesitzer hab dann doch Respekt vor den Huskys. Aber schneller als ich denken kann wird mir ein eigener Schlitten inklusive Gespann von 4 Hunden zugeteilt!!! Mit ihren treuen, wunderschönen Augen ist das ungute Gefühl gleich vergessen. Und nach einer ausführlichen Einführung dürfen wir schon das Geschirr selber anlegen und den Schlitten bespannen. Dann geht’s los – die Hunde sind richtig wild auf Bewegung und bei mir herrscht Aufregung pur. Gott sei Dank ist der  Guide  Ruhe in Person und die Huskys gut erzogen. So beginnt ein ein einmaliges Erlebnis  – eine Schlittentour über Wiesen und Wälder – Natur pur und Ruhe.

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    Nach ca 35km sind wir ohne Zwischenfall zurück. Zur Belohnung bekommen wir in einer typischen „Kota“ eine heiße Suppe zum Stärken.

    Zurück in der Lodge probieren wir gleich die Sauna aus. Die ganz Mutigen trauen sich in das Eisloch im See … aber das lass ich dann doch lieber aus!  Brrrrrr! Gemütlich klingt unser abenteuerlicher Tag aus: nach dem köstlichen Abendessen versammelt sich unsere kleine Gruppe vor dem offenen Kamin im „Haupthaus“ und genießt die Spezialität des Hauses LUMUMBA!

    Tag 3
    Schneeschuhwandern! Hinauf auf den „Berg“  und von dort den Ausblick genießen. Sich zu orientieren ist hier gar nicht so einfach. Die Wegweiser sind teilweise eingeschneit und gespurte Wege gibt es auch nicht. Keine Menschenseele ist unterwegs. Dennoch erreichen wir unser Ziel und werden mit einem herrlichen Blick auf die Seen und Wälder der Umgebung belohnt. Die Weite ist grandios – einziger Wehrmutstropfen: unsere Stärkung ist fast tiefgefroren.

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    Tag 4
    Wir versuchen unser Glück mit Eisfischen. Leider ohne Erfolg – selbstgefangenen Fisch gibt’s somit am Abend keinen. Also genießen wir unser Mökki. Kein TV, kein Internet – nur Ruhe, ein gutes Buch und ….Sauna. Auf dem Weg zum Abendessen werden wir dann so richtig „verzaubert“. Wir haben riesiges Glück und bekommen die wunderschönen Polarlichter zu sehen. Ein beeindruckendes Naturschauspiel das selbst die Einheimischen immer wieder staunen lässt.

    Tag 5
    Zum Abschluss gibt’s nochmals eine Hundeschlittenfahrt. Die Temperatur ist inzwischen auf Minus 21 Grad(!) gesunken und wir nehmen die zusätzliche warme Kleidung dankbar an. Dieses Mal bekommen wir 6 anstatt 4 Hunde. Das ist schon fast richtig harte Arbeit bis jeder Hund sein Geschirr umhat, am richtigen Platz ist …. und diese vielen fremden Namen- eine ganz schöne Herausforderung. Mit zusätzlichem Tempo geht’s los. Ich hab ganz schön zu tun, damit der Schlitten nicht kippt. Aber die Huskys kennen die Strecken – und der Guide gibt zusätzliche Sicherheit. Bei der Nachbersprechung im Camp bekommen wir wieder die traditionelle heiße Suppe. Ich glaube ich habe mich selten so über eine warme Mahlzeit gefreut.

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    Tag 6
    Am Vormittag heißt es Abschied nehmen und unser Flug bringt uns zurück nach München in Richtung Herbst.

    Noch immer bin ich tief beeindruckt von der schönen Natur Lapplands, den treuen Huskys sowie von der Ruhe, Erfahrung und Freundlichkeit die in Aäkeskero herrschte.

    Conny Sammer, im November

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