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    Korfu – smaragdgrüne Insel im türkisblauen Meer

    Wohin, ist die Frage, wenn „der Beste aller Ehemänner“ Ruhe und Sonne mag, ich aber nach einem halben Tag Strand oder Pool schon unruhig werde. Und da wir nur 10 Tage Zeit hatten, sollte es auch nicht zu weit sein – wir haben uns für Korfu entschieden.

    Es sind nur ca. 2 Stunden Flugzeit auf die Insel und dennoch erwartet einen hier eine ganz eigene Welt. Erhascht man beim Anflug den ersten Blick auf Korfu, weiß man, dass es kein Klischee ist, wenn in den Reiseführern von der „smaragdgrünen Insel im türkisblauen Meer“ geschrieben wird. Wie viele Olivenbäume hier wachsen weiß keiner so genau. Man geht von weit über 3 Millionen aus, viele schon mehrere 100 Jahre alt. Doch es sind nicht nur die Olivenbäume, das hervorragende Olivenöl und die vielen schönen Schnitzereien aus Olivenholz, die den Reiz der Insel ausmachen. Hier treffen so viele Komponenten aufeinander, dass eine Woche eigentlich zu kurz ist um das Geheimnis der Insel zu lüften.

    Ich möchte Ihnen einige der Inselschönheiten, die ich entdeckt und erlebt habe, vorstellen.

    Zuerst einmal ein paar allgemeine Informationen.
    Korfu ist die nördlichste der Ionischen Inseln. Sie ist durch die „Straße von Korfu“ vom griechischen und albanischen Festland getrennt; gerade mal 2 km an der schmalsten Stelle von Albanien entfernt. Die Insel hat eine Fläche von 586 km², ist etwa 62 km lang – im Norden 28 km breit, im Süden an der schmalsten Stelle 4 km breit. Die Form der Insel erinnert ein wenig an Italien ohne Kalabrien und Sizilien. Hauptstadt ist Korfu-Stadt (Kerkyra). Mit rund 32.000 Einwohnern recht überschaubar, aber mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und natürlich einer tollen Flaniermeile, gemütlichen Cafés und Tavernen. Und 200 Küstenkilometer mit vielen Sand- und Kieselstränden versprechen natürlich auch tolles Badevergnügen.

    Hier ein paar Strand-Tipps:

    • Nördlich von Glyfada ist der flache, weite und feinsandige Mirtiotissa-Strand.
    • Der Strand von Acharavi im Norden der Insel ist fast 7 Kilometer lang und ebenfalls recht breit und flach abfallend.
    • Kontagialos gilt als einer der schönsten Strände im Westen. Er ist vor allem für Familien mit Kindern ideal, da das Meer hier besonders ruhig ist.
    • In der Umgebung von Paleokastritsa im Nordwesten locken zwei Halbinseln und sechs Buchten Badegäste wie Wassersportler an. Manche der Buchen kann man nur mit dem Boot erreichen.
    • Ein besonders schöner Strand ist der von Agios Georgios. Zwischen Agios Setanos und Agios Georgios liegt der schöne Strand von Arillas. Er ist nicht so stark besucht, fällt flach ins Meer ab und ist vor allem bei den Einheimischen sehr beliebt.
    • Wer eher ruhige Strände sucht, sollte Richtung Süden gehen. Bei Marathias z.B. im Südwesten liegt ein sehr langer Sandstrand mit kristallklarem Wasser. Auch hier trifft man eher die Korfioten als Touristen. Und in den umliegenden Tavernen bekommt man noch typisch korfiotische Küche.

    Das Hotel, das wir uns ausgewählt haben, das Hotel Marbella, liegt im Südosten der Insel in Agios Joannis. Eine schöne Anlage, terrassenförmig in einen Hang gebaut mit herrlichem Blick über die Olivenbäume zum Meer. Drei Pools locken zum Baden und zum Strand ist es auch nicht weit – ca. 200 m über die hoteleigene Überführung. Damit wir flexibel bleiben können haben wir uns schon bei Buchung ein Auto gemietet. Vom Flughafen brauchen wir nur eine gute halbe Stunde zu unserem Hotel.

    Was schaut man sich auf Korfu an?
    Da gibt es einige Highlights um die man nicht herumkommt und auch wir haben die in unser Programm aufgenommen.

    Ausflug 1 mit Achilleion und Paleokastritsa
    Etwa 30 Autominuten südlich von Kerkyra liegt das Achilleion, dass sich Kaiserin Sisi als Sommerschloss umbauen ließ und dass später von Kaiser Wilhelm II erworben wurde. Auch wer kein Museumsfan ist sollte den Eintritt nicht scheuen, denn in den herrlichen Gärten wird man mit einem Blüten- und Pflanzenmeer und einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Für den westlichen Teil rund um Paleokastritsa sollte man sich viel Zeit einplanen. Das „Wichtigste“ zuerst – Paleokastritsa ist der Geburtsort von Vicky Leandros .
    Hoch auf einem Kap liegt das Kloster Paleokastritsa, mit Kirche (schöne Deckengemälde und eine wundertätige Ikone), kleinem Museum und einem arkadengesäumten Innenhof mit hübschem Garten. Der Eintritt ist frei, aber wenn das Klostertor geschlossen ist sind die Mönche beim Beten und der Zutritt ist nicht gestattet.  Das Kloster wird auch von vielen Kreuzfahrttouristen besucht. Um dem Besucherstrom zu entgehen sollte man einen Besuch besser gleich am Morgen oder am Nachmittag einplanen. Übrigens, das gleiche gilt auch für das Achilleion. Nicht weit entfernt liegt Lakones, der Balkon des Ionischen Meers. Es geht gut 10 Minuten über eine recht kurvenreiche Straße mit tollen Ausblicken. Unterwegs machen wir einen Halt beim Café Bella Vista eingelegt. Über eine Treppe geht es hinauf auf die Terrasse und dort wird man einem herrlichen Panorama und gutem Kaffee belohnt. Wer besser hinschaut nimmt natürlich den gläsernen Aufzug, den, den ich übersehen habe! Da Lakones immer sehr gut besucht ist fahren wir etwas weiter zu einer Burgruine. Von hier ist der Blick nicht minder beeindruckend – auf der einen Seite das türkisblaue Meer und ein Meer aus Olivenbäumen, Zypressen und Pomeranzen. Nach so viel Sightseeing haben wir uns nun den Strand redlich verdient. Wir wählen den fast 5 Kilometer langen, goldgelben Strand in der Bucht von Agios Georgios Pagon. Da der geistige Hunger schon gestillt ist, kommt jetzt das leibliche Wohl an die Reihe. Fast in der Mitte des Strandes entdecken wir Marias Snack Shack Bar. Auch wenn es wie ein Imbiß anmutet, die Kleinigkeiten sind köstlich … und hier gibt es auch einen Infopoint, der mit Anzeigen und Veranstaltungstipps gespickt ist:  geführte Wanderungen, Bootsfahrten, sogar offene Yoga-Kurse am Strand!
    Ein herrlicher Tag, den wir mit Strand, Meer und Sonne ausklingen lassen.

    Ausflug 2 mit Korfu-Stadt und korfiotischer Folklore
    Die Stadt ist einfach wunderbar, sie hat so viel Atmosphäre mit ihren kleinen, schmalen Gassen, den vielen Geschäften, in denen mal nach Herzenslust rumstöbern kann und meistens auch immer etwas Schönes findet. Die meisten Häuser stammen aus vergangenen Jahrhunderten, viele sind aus der Zeit der venezianischen Kolonialherren. Von denen stammt auch die Sitte, die Wäsche in den schmalen Gassen der Altstadt vor den Fenstern hängend zu trocknen. Das besondere Flair machen auch die Kolonnaden aus. An der berühmten Esplanade reihen sich die Cafés aneinander, hier macht es richtig Spaß bei einem Glas Wein die Leute zu beobachten. Ein Muss ist ein Abstecher zur Halbinsel Kanoni, mit dem wohl berühmtesten Fotomotiv, dem einmaligen Blick auf die Klosterinsel Vlacherna und die Mäuseinsel.

    Wie aus der ersten Reihe kann man die Aussicht vom Café Kanoni erleben. Zudem gibt’s dort auch leckere Kleinigkeiten – trotz der Aussicht zu sehr zivilen Preisen. Mit allerlei Einküfen bepackt, von der Kumquat Marmelade bis zum Likör geht’s zurück zum Hotel. Heute Abend ist Folklore angesagt. Mit dem Bus fahren wir ins Hinterland. In einem beschaulichen Dorf liegt die Taverna Tripa. Im vorderen Bereich allerlei Nippes und viele Fotos von berühmten Gästen, von Onassis bis Mitterand.  Es erwartet uns ein vorzügliches Abendessen – riesige Vorspeisenplatten, natürlich Stifado zum Hauptgang und bei der Dessertauswahl das leckere griechische Joghurt mit Honig. Nach viel Ouzo und Wein haben die Musikanten und Tänzer kein Problem, alle zum Mittanzen zu animieren. Eine urige Location, hervorragendes Essen und tolle Unterhaltung – für mich ein unvergesslicher Abend.

    Ausflug 3 mit Albanien – Saranda & Butrint
    Wenn man schon mal so nah an Albanien ist, dann soll man auch einen Abstecher dorthin unternehmen. Mit dem Schiff von Kerkyra braucht man knapp 1 ½ Stunden.
    In Saranda angekommen bemerke ich, dass „der Beste aller Ehemänner“ plötzlich ganz glänzende Augen bekommt … und dann wird mir klar warum: Transporter, LKWS PKWs, Busse – alle mit „Stern“ auf der Motorhaube. Viele der Fahrzeuge würden das Herz so manchen Oldtimerfans höher schlagen lassen. Unser Reiseleiter erklärt uns, dass es für die Albaner, die doch mehrmals durch politische Machtwechsel viel Geld verloren haben, weshalb viele nun in einem Mercedes – egal wie alt – ein Statussymbol sehen. Unser albanischer Bus trägt natürlich auch einen Stern, ist aber schon ein neueres Modell. Beim Einsteigen erhalten wir von dem netten Fahrer gleich eine Flasche Wasser. Gleich darauf gibt es einen kurzen Kaffeestopp bei dem wir auch Geld wechseln können. Außerhalb der Stadt glaube ich dann, ich hab eine Zeitreise in die Vergangenheit gebucht. Auf der Strasse kommen uns uns Bauern mit Pferdewagen entgegen und die Felder werden auch noch mit der Hand bestellt, wie das einst meine Großeltern gemacht haben. Schließlich erreichen wir die Ruinenstadt von Butrint – UNESCO Weltkulturerbe.

    Bei unserem Rundgang geht es eine gute Stunde durch die Ruinenstadt, die von den verschiedensten Kulturen geprägt wurde. Highlights sind u.a. das imposante Löwentor, die Ruinen des Theaters, eine Basilika und die römischen Badeanlagen. In kleinen Tümpeln sonnen sich hier Schildkröten und sorgen vor allem bei den Kindern für Aufregung. Unser Führer lässt uns dann noch genügend Zeit um ein wenig auf eigene Faust durch die Anlage zu schlendern. Wer ohne Führer unterwegs ist kann sich am Eingang einen Flyer holen (gibt’s in mehreren Sprachen) und in der Anlage sind immer wieder Tafeln – auch in englischer Sprache – aufgestellt. Etwas abenteuerlich ist der Weg zur Toilette. Denn es gibt nur außen bei einem kleinen Imbiß eine. Also verschwindet immer mal wieder jemand hinter die Büsche. Zurück in Saranda ist noch genügend Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel – wir wollen ja unsere Leks auch ausgeben. Überall sind nette Cafés und Bars, Kioske und kleine Geschäfte. Wenn man in Richtung Norden geht, kommt man zum bekanntesten kieseligen Badestrand mit herrlich klarem Wasser. Viele junge Leute aus aller Herren Länder sind dort anzutreffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch abends in Saranda nicht langweilig wird. Zurück auf Kerkyra beschließen wir die tolle Abendstimmung in der Stadt zu genießen. Wir setzen uns in ein Straßencafé am Liston schauten dem Treiben ringsherum zu – einfach herrlich.

    Nachdem der Tag „etwas länger“ gedauert hat, ist erst mal ein Erholungs- (und Fast-)tag angesagt, bevor es wieder auf Entdeckungstour geht – zum Kanal der Liebe, über den Trompetenpaß in den wildromantischen Norden und in den beschaulichen Süden.
    Aber davon berichte ich Euch beim nächsten Mal.

    Mein Tipp: auf alle Fälle bei der Buchung gleich ein Auto mieten, damit man flexibel ist und sich die Schönheiten der Insel anschauen kann!

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